Kibera Creative Arts (KiCA)

Kibera Creative Arts ist eine von innen heraus gegründete gemeinnützige Organisation im Slum Kibera in Nairobi, Kenia. Sie wird von den drei Gründern Geoffrey Ochieng Oyoo, seinem Bruder Philip Oyoo und Simon Sikote geleitet. Wir empfehlen sehr, unter den Links auf ihren Namen ihre Geschichten zu lesen. Ihr Motto "Sanaa ni kioo cha jamii" (Suaheli) bedeutet übersetzt "Kunst ist der Spiegel der Gesellschaft". Am besten stellen sie sich und ihre Künstler und Freiwilligen selbst vor, auf ihrer
 
KiCA Website
 
Wir haben auch hier einige Informationen zusammengefasst. Scrollen Sie nach unten oder springen Sie zum wichtigsten Teil:
 
Warum ist unsere Unterstützung willkommen?

Um zu verstehen, warum unsere Arbeit wichtig ist, muss man die Teufelskreise und Sackgassen eines solchen Slums kennen. Hier eine Abhandlung über Kibera zu schreiben, würden den Rahmen dieser Website sprengen. Der folgende Link führt Sie zum "Kibera"-Suchergebnis auf Youtube. Wir haben keinen Einfluss auf den Inhalt dieses externen Links und empfehlen, auch andere Quellen zu bemühen.
 
Mehr über Kibera
 
Wenn Sie einen unmittelbaren Einblick in das Leben direkt bei KiCA in Kibera möchten, empfehlen wir das Buch von Elena Holz aus der Schweiz, das sie über ihren dreimonatigen Aufenthalt bei KiCA geschrieben hat. Elena ist außerdem aktiv in unserem Musikschulbau-Projekt. Ihr Buch ist ebenfalls ein Wohltätigkeitsprojekt.
 
"Made in Kibera" Buch von Elena Holz

KiCA schafft Raum für Kreativität

Jugendliche zeigen beim "Showcase Sato", was sie können KiCA unterhält eine angemietete Probenhalle, in der freiwillige Organisatoren und Mentoren Musikproben, Tanzkurse und den Austausch unter Künstlern, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, möglich machen. Mit ihrem "Showcase Sato" (Vorspiel-Samstag) bieten sie jedermann wöchentlich eine Plattform an, um sein/ihr Talent zu zeigen und konstruktive Kritik und Unterstützung von der Gemeinschaft zu bekommen. Hier lernen junge Autodidakten gegenseitig voneinander und es werden Workshops mit Künstlern aus Nairobi und von anderswo organisiert. Zudem geben fortgeschrittene Schüler den Anfängern Unterricht in Klavier, Gitarre und Schlagzeug. Dafür konnten mithilfe von Spenden bereits einige Instrumente angeschafft werden, die jedem zur Verfügung stehen. Der Creative Connection for Communities e.V. sieht sein Haupttätigkeitsfeld in diesem Bereich der kulturellen Bildung.

KiCA ist außerdem

Künstlerkollektiv und Vorbild

Ohne Musik wäre ich nicht der, der ich heute bin. Es ist meine Leidenschaft für die Kunst, die mich dazu bringt, für meine Gemeinschaft hart zu arbeiten.
Philip Oyoo

Geoffrey with a school classGeoffrey mit einer Schulklasse Die KiCA-Künstler sind das beste Beispiel dafür, wie sehr die Kunst Menschen Stabilität, Sinn, Freude, Anerkennung und eine positive Lebensausrichtung geben kann. So sind sie auch Vorbilder, v. a. für junge Menschen in Kibera. Mancheiner ist mit KiCAs Hilfe sogar über die Grenzen des Slums hinaus bekannt und erfolgreich geworden. Wenn Sie die KiCA-Künstler-Webseite besuchen, versäumen Sie nicht, die "read my story" buttons anzuklicken und mehr über die individuellen Lebenswege zu erfahren.

Mentor an Schulen

Mitglieder von KiCA gehen regelmäßig mit Mentorenprogrammen an verschiedene Schulen (versäumen Sie nicht dieses Video). Dort finden sie Talente in Kulturworkshops und unterstützen sie in ihrer Organisation. In ihrem Programm "teenstar" in Zusammenarbeit mit der Organisation Fundacion Maisha geht es aber auch um das Selbstbewusstsein und Selbstbild der Kinder, sowie um wichtige Themen wie sexuelle Aufklärung und die Anerkennung und Förderung der sonst noch stärker benachteiligten Mädchen (die sich für Essen und Einkommen oft schon sehr früh prostituieren).

Infrastruktur heraus aus der Armut

video production by Made in KiberaDie KiCA Theatergruppe dreht einen Kurzfilm KiCA zielt darauf hin, ihre gemeinnützige Arbeit unabhängig selbst aus einem gewinnbringenden Kreativwirtschaftssektor heraus zu betreiben. Zu diesem Zweck haben sie den Wirtschaftsbetrieb "Made in Kibera" gegründet, der selbst nicht Teil des gemeinnützigen Vereins KiCA ist, der aber dessen Finanzierung dient. Einkommen ist das A und O im Slum. Hunger ist ein täglicher Begleiter, der nur mit Geld verscheucht werden kann. Wenn dieses mit den eigenen Talenten generiert werden kann, kann man nur von Erfolg sprechen.
Durch Spenden einer spanischen Organisation um Carmen Alvarez, die KiCA als Freiwillige kennenlernte (und die Teil unseres Musikschulbau-Teams ist), konnte mitten in Kibera ein Aufnahmestudio eingerichtet werden, das eine wichtige Rolle dabei spielt, dieses Ziel zu erreichen und Künstlern einen Ausweg aus den Teufelskreisen des Slums zu bieten. Das Studio ist dort einzigartig und ist mit seinen Möglichkeiten auch ein wichtiges Zentrum des Lernens und Lehrens für die gemeinnützige Arbeit von KiCA. Mit der Unterstützung von Elena Holz aus der Schweiz konnte außerdem ein Textildrucker angeschafft werden, der ein zusätzliches Einkommen aus dem Verkauf von bedruckten T-Shirts generiert. Außerdem haben Künstler mit "Made in Kibera" Arbeit im professionellen Grafikdesign und bieten Video Produktionen an.

Warum ist unsere Unterstützung willkommen?

Kurz und klar: das Einkommen reicht nicht aus!

Eine Herausforderung ist, dass die Gemeinde denkt, wenn Du eine Organisation hast, dann hast Du eine Menge Geld oder bist sehr weise. Jetzt wo Besucher aus Spanien, der Schweiz... kommen, denken unsere Leute, wir wären so reich. Sie fragen uns nach Schulgeld oder anderer finanzieller Unterstützung. Weil sie denken, dass wir reich sind, werden sie sehr intolerant wenn wir etwas zu spät bezahlen. Manchmal bezahlen wir die Studiomiete, alle möglichen Gebühren und geben vielleicht noch jemandem Geld um ihn zu unterstützen. Und dann kommt man nach Hause und merkt, dass man die eigene Miete noch nicht bezahlt hat.
Philip Oyoo mehr lesen
Zudem sind die Freiwilligen bei KiCA oft nicht in der Lage, ihren Unterricht regelmäßig anzubieten, weil sie zur Sicherung des eigenen Überlebens unsteten Tagelöhner-Jobs nachgehen. Die Coronapandemie hat die Lage verschärft: viele solcher Jobs existieren nicht mehr, das Einkommen aus "Made in Kibera" ist gesunken und die Familien müssen durch die Schulschließungen zusätzlich für die Mahlzeiten ihrer Kinder aufkommen, die sie sonst in der Schule erhalten würden. Die KiCA-Organisatoren können die Mieten für die Probenhalle, das Büro und das Studio aus "Made in Kibera" und ihren vereinten eigenen Taschen kaum tragen. Zeitgleich kommen aber weiterhin interessierte Kinder und Jugendliche und Künstler zu ihnen. Die Organisation möchte wachsen und nicht aufhören müssen, den Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Hier kommen unsere Projekte ins Spiel.
 
Unsere Projekte
 
Mehr über unsere Mission

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